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Plenum Heckengaeu

Landkreisübergreifend werden Lehrkräfte für das Grüne Klassenzimmer ausgebildet

 

Landkreis Böblingen und PLENUM Heckengäu betreiben ein beispielhaftes, umweltpädagogisches Projekt


Das Grüne Klassenzimmer ist ein Erfolgsmodell – und das nicht nur im Landkreis Böblingen. Beate Holderied aus Weil im Schönbuch, Naturschutzwartin und Fachwartin für Obst, Garten und Landschaft, Obstbaumpflegerin und Streuobstbeauftragte des BUND Landesverband Baden- Württemberg, startete 2003 mit der Idee und war der Motor dafür, dass 2011 die „Böblinger Streuobstschule" als gemeinsames Projekt des Landkreises Böblingen und PLENUM Heckengäu ihren Betrieb aufnahm und seither Streuobst-Pädagogen ausbildet.

Vor wenigen Tagen legte der bereits 3. Ausbildungsjahrgang die Prüfung ab. 15 neue Streuobst-Pädagoginnen und –Pädagogen sind ab sofort mit Feuereifer dabei, Kindern in Kindergärten und Grundschulen das Ökosystem Streuobstwiese im Wechsel der Jahreszeiten nahe zu bringen. Es werden Bäume gepflanzt, Tierspuren ergründet, Nisthilfen gebaut, essbare Wiesenkräuter, Wiesenblumen und Obstsorten bestimmt, Insekten beobachtet, Äpfel geerntet und natürlich dann auch Apfelsaft gemacht.

„Besser kann man Kindern den Wert unserer Kulturlandschaft nicht nahe bringen," zeigt sich Landrat Roland Bernhard begeistert vom Konzept der Streuobst-Pädagogen. Seitens des Landkreises Böblingen war angeregt worden, die Idee des Grünen Klassenzimmers auf Landesebene anzuheben und damit vielen anderen Kommunen auch dazu zu verhelfen. Weil das bisher nicht geklappt hat, öffnet die Böblinger Streuobstschule ihre Tore auch für Interessierte aus anderen Landkreisen. Und das wird angenommen – beim jetzt fertig gewordenen Ausbildungsjahrgang sind nur 4 Absolventen aus dem Landkreis Böblingen dabei; alle anderen stammen aus anderen Kreisen in Baden-Württemberg bzw. ein Teilnehmer aus Rheinland-Pfalz.

Im Landkreis Böblingen selbst sind mittlerweile 29 Streuobst-Pädagogen an den Schulen unterwegs. Das Grüne Klassenzimmer umfasst 22 Unterrichtseinheiten. Beginnend mit einer theoretischen Einführung wird über das Pflanzen eines Baumes, Wachstumsgesetze und Nisthilfen, Wiesenkräuter und Wiesenblumen, Insekten und Obstsorten, bis hin zur Ernte und Verwertung alles rund um die Streuobstwiese beleuchtet. Das Unterrichtspaket kostet 550 Euro pro Klasse; der Landkreis fördert diese umweltpädagogische Maßnahme mit 250 Euro. Für die Schule fallen also noch 300 Euro an, umgerechnet auf die Unterrichtseinheiten rd. 11 Euro pro Einheit.

„Die Nachfrage nach dem Grünen Klassenzimmer ist groß," so Landrat Roland Bernhard. „Der Kreistag hat für insgesamt 60 Schulklassen jährlich Gelder eingestellt." Für das laufende Schuljahr sind noch Plätze frei – interessierte Schulen können sich bei Beate Holderied melden unterDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Selbstverständlich stehen die Streuobst-Pädagogen auch anderen Schulen oder Einrichtungen zur Verfügung oder können auch für Veranstaltungen außerhalb des vom Landkreis geförderten Programms gebucht werden. Und wer selbst zum Streuobst-Pädagoge werden möchte – derzeit läuft auch och die Ausschreibung zum Ausbildungsjahrgang 2014; auch hier gibt es noch freie Plätze. Mehr Informationen zum Grünen Klassenzimmer, zur Ausbildung oder zu den Streuobst-Pädagogen gibt es unter www.streuobst-paedagogik.de.

Die erfolgreichen Prüflinge sind:

Im Kreis Böblingen:

  • Annika Weiss und Florian Heissner aus Holzgerlingen
  • Willy Ertle aus Böblingen
  • Wolfgang Zenger aus Gärtringen-Rohrau.

Außerdem:

  • Christina und Sandra Hartmüller, Stuttgart
  • Vanessa Grimm, Jan Orlowski, Silke Mitsch und Martina Domig, Enzkreis
  • Martina Lausmann, Kreis Ludwigsburg
  • Martin Schröter, Rems-Murr-Kreis
  • Christina Sjögren, Kreis Konstanz
  • Dominik Suchanek, Kreis Rastatt
  • Gert Hensel, Kreis Südwestpfalz

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